Chemnitz – In Freiberg ist am Wochenende viermal mit falschen 50-Euro-Scheinen bezahlt worden. Zwei Tatverdächtige sind inzwischen gestellt, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.
Von dem Falschgeld erfuhr die Polizei nach eigenen Angaben am Sonntag. Ein Fall betraf ein Lokal in der Meißner Gasse. Dazu kamen drei Taxifahrten im Stadtgebiet, bei denen die Fahrgäste mit solchen Scheinen zahlten. Die letzte Tat zum Nachteil eines Taxiunternehmens geschah am Sonntag gegen 17:00 Uhr.
Nach einem Zeugenhinweis stellten alarmierte Polizisten zwei Tatverdächtige, beide 18 Jahre alt. Sie hatten mutmaßlich zuvor den Taxifahrer mit Falschgeld bezahlt. Ob sich der Verdacht gegen sie auch in den übrigen Fällen bestätigt, klären die weiteren Ermittlungen. Bei den beiden fand die Polizei kein weiteres Falschgeld. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurden sie nach den ersten polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Den in Umlauf gebrachten Scheinen fehlten unter anderem Sicherheitsfaden und Wasserzeichen als Sicherheitsmerkmale. Um nicht selbst Opfer zu werden, empfiehlt die Polizei, sich auf ihrer Homepage zum Thema Falschgeld zu informieren.
In Kürze
- Zeit: 24.10.2026 und 25.10.2026
- Ort: Freiberg (Landkreis Mittelsachsen)
- Informationen der Polizei: www.polizei.sachsen.de/de/so-erkennen-sie-gefaelschte-banknoten-40440.html
Zusammenhang
Die Polizei Sachsen rät zum Prinzip „Fühlen – Sehen – Kippen“. Beim Sehen hält man den Schein gegen das Licht, echtes Geld zeigt dann Wasserzeichen und Sicherheitsfäden. Wird der Schein gekippt, sehen die Hologrammelemente anders aus: Ziffern erscheinen in einem anderen Farbton, außerdem bewegt sich ein Streifen nach oben und unten. Die Polizei empfiehlt, sich nicht auf ein Merkmal zu verlassen und verdächtige Scheine mit einer sicher echten Banknote zu vergleichen, etwa aus einem Geldautomaten.
Wer Falschgeld erkannt hat, soll es laut Polizei Sachsen keinesfalls zurückgeben oder weitergeben. Wer sicher ist, Falschgeld erhalten zu haben, übergibt es umgehend der Polizei. Die Note sollte man möglichst wenig anfassen und in einem Briefumschlag oder einer Papiertüte aufbewahren, damit mögliche Fingerabdrücke nicht zerstört werden.
Bei Unsicherheit kann man die Echtheit nach Angaben der EZB auch in der nächsten Bankfiliale prüfen lassen. Die EZB rät außerdem, sich zu erinnern, wo und von wem man die Banknote erhalten hat, weil das bei der Fahndung hilfreich sein kann.
Ersatz gibt es nicht: Für Falschgeld erhält man laut Polizei Sachsen keinen Ersatz, und die EZB schreibt, gefälschte Banknoten seien völlig wertlos und würden nicht entschädigt.
Randbemerkung
Dass Falschgeld unwissentlich angenommen wird und der Schaden bei den Betroffenen bleibt, trifft gerade Gastronomie und Taxibetriebe hart, die abends viel Bargeld einnehmen. Die Mitteilung lässt offen, ob sich der Verdacht in allen Fällen bestätigt. Wer bar kassiert, sollte größere Scheine kurz prüfen und bei Zweifeln einen anderen Schein verlangen.

