Rodewisch und Auerbach: Geländebegehung für die Landesgartenschau 2029

Umwelt & VerkehrRodewisch und Auerbach: Geländebegehung für die Landesgartenschau 2029

Plauen – Der Geländeplan für die Landesgartenschau 2029 in der Göltzschtal-Region steht, auch wenn er bisher nur auf Papier existiert. Die beiden Ausrichterstädte Auerbach und Rodewisch haben nun bei einer gemeinsamen Begehung vorgestellt, was auf dem künftigen LAGA-Areal geplant ist. Das teilte das Landratsamt Vogtlandkreis mit.

Zu den Gästen zählten Landrat Thomas Hennig und der Landtagsabgeordnete Sören Voigt, außerdem Stadt- und Ortschaftsräte sowie Mitglieder des Tourismusverbandes, des Verkehrsverbundes und der IHK.

Landrat Hennig bezeichnete das Projekt als unterstützenswert. „Ich sehe großes touristisches und auch wirtschaftliches Potenzial in der Landesgartenschau“, sagte er. Zugleich biete sich die Chance, das umliegende Gelände nachhaltig attraktiv zu gestalten, damit auch die Vogtländerinnen und Vogtländer lange nach der Schau etwas davon haben. Hennig lobte zudem die gut laufende Zusammenarbeit der beiden Städte bei der Vorbereitung.

Bei der Begehung konnten die Anwesenden ihre Vorstellungen zum entstehenden Waldgarten und zu den Spielplätzen einbringen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltungen beantworteten ihre Fragen dazu.

Zusammenhang

Die Entscheidung für die beiden Städte fiel im Kabinett: Das sächsische Kabinett bestätigte, dass die 11. Sächsische Landesgartenschau 2029 in Auerbach/Vogtland und Rodewisch stattfinden soll, so der Medienservice Sachsen. Wie es in der Mitteilung heißt, wird in Sachsen zum ersten Mal eine Landesgartenschau von gleich zwei Städten getragen, die dafür ein gemeinsames Konzept entwickelt haben.

Zur Finanzierung teilte die Staatsregierung mit, der Gesamtzuschuss des Freistaates für Vorbereitung und Durchführung betrage maximal fünf Millionen Euro. Außerdem könne der Betrag genutzt werden, um bei Fördermitteln aus Landes-, Bundes- oder EU-Programmen den nötigen eigenen Beitrag zu leisten.

Das Bewerberkonzept sieht zwei Kernflächen vor. In Rodewisch sind das die Schlossinsel und eine Sportanlage, in Auerbach die Freudenwiesen im Freudenthal und der Festplatz auf dem Papiermühlenplatz. Auf den Freudenwiesen sollen vor allem Schaugärten angelegt werden. Langfristig soll eine städtebauliche und ökologische Freiraumverbindung der beiden Städte durch das Freudenthal entstehen.

Wer sich über Beteiligungsverfahren informieren möchte, kann nach Angabe der Stadt Auerbach/Vogtl auf deren Beteiligungsportal gezielt nach Verfahren zu bestimmten Themen suchen. Abgeschlossene Verfahren stehen unter „Beendete Beteiligungen“.

Randbemerkung

Dass Anwohner und Gäste Fragen stellen und Ideen einbringen konnten, ist sinnvoll, denn gerade Waldgarten und Spielplätze werden nach der Schau weiter genutzt. Offen bleibt, wie sich Bürger künftig beteiligen können und was aus den Anregungen der Begehung wird. Hier wäre eine klare Ansprechstelle hilfreich.

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