Annaberg-Buchholz – Der FC Erzgebirge Aue hat in der Regionalliga Nordost am Sonnabend in Zwickau gewonnen und dabei keinen Gegentreffer kassiert. Nach Vereinsangaben war es der bisher höchste Saisonsieg der Veilchen. Der Verein sieht darin eine Grundlage für die kommenden Aufgaben.
In den bisherigen 14 Punktspielen der Saison 2026/27 war die „Null“ erst zweimal gelungen, nämlich gegen Aufsteiger Tasmania Berlin sowie gegen die Hertha-Bubis. Der Auftritt in Zwickau war damit das dritte Spiel ohne Gegentor. Der Verein hebt hervor, dass die gesamte Mannschaft daran beteiligt war und sich in jeden Schuss warf.
Taktische Änderung zum Anpfiff
Das Trainerteam um Khvicha Shubitidze überraschte mit einer neuen Aufstellung. Bastian Strietzel wechselte aus der Innenverteidigung ins defensive Mittelfeld vor die Abwehr. Dort war er nach Vereinsangaben sehr präsent und zweikampfstark. In der Viererkette übernahm Daniel Fisl seinen Platz. Neben ihm spielte Patrick Kapp, der laut Mitteilung ohnehin zu den stabilsten Spielern im Team gehört.
Torhüter Martin Männel agierte fehlerlos, alle Feldspieler arbeiteten gegen den Ball mit. Abgesehen von mehreren Standards ließ Aue kaum Torchancen der Hausherren zu. Zudem stieg die Effektivität im Offensivspiel deutlich. Der Verein nennt die „Null“ deshalb den Garanten für den Sieg.
Blick nach vorn
Die Mannschaft will mit derselben Leidenschaft beim Verteidigen ihres Tores in die nächsten Spiele gehen, ebenso mit Geschlossenheit in der Abwehr und dem Willen, die Räume eng zu halten. Die Partie in Zwickau habe die Sinne nochmals geschärft und gezeigt, was möglich ist, so der Verein, und zwar nicht nur in Derbys.
Randbemerkung
Die Umstellung mit Strietzel vor der Abwehr ging offenbar auf, doch ein einzelnes Spiel macht noch keine Serie. Interessant wird, ob das Trainerteam an dieser Ordnung festhält. Die Mitteilung nennt weder das Ergebnis noch die Torschützen, das hätte die Einordnung des Sieges erleichtert.

