Chemnitz – Die Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz hat an zwei Tagen gewerbliche Tiertransporte in Mittelsachsen überprüft und dabei 40 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Das teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit. Die Kontrollen fanden am 03.11.2026 und am 05.11.2026 statt. Beteiligt war auch das Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen.
Die Beamten postierten sich an der Bundesautobahn 4 bei Lichtenau und an der Bundesautobahn 14 bei Döbeln. Die Kontrollstellen lagen im Olipark und auf dem Autohof Döbeln. Geprüft wurden die Tierschutztransportverordnung, straßenverkehrsrechtliche Vorschriften, die Lenk- und Ruhezeiten sowie die mitzuführenden Dokumente. Insgesamt sahen sich die Polizisten über 20 Fahrzeuge an, davon 19 Tiertransporte.
Technische Mängel und Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
Bei den Ordnungswidrigkeiten ging es unter anderem um technische Mängel und um Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz, das die Lenk- und Ruhezeiten regelt. Einige mögliche Verstöße gegen die Tierschutztransportverordnung werden noch geprüft.
Ein Lkw hatte drei Pferde geladen. In ihm war kein Fahrtenschreiber eingebaut, und für einen Langzeittransport bis nach Polen konnte keine erforderliche Genehmigung vorgelegt werden. Auf den Betroffenen könnte nach Angaben der Polizei eine Strafe in vierstelliger Höhe zukommen.
Ein weiterer Transport hatte 13 Rinder geladen. Dabei fielen gesundheitlich beeinträchtigte Tiere auf: Ein Tier lag und kam nur schwer auf die Beine. Bei einem anderen besteht der Verdacht auf Verletzungen am Bewegungsapparat, die der Transport ausgelöst haben könnte. Das zieht weitere Prüfungen nach sich. Der Fahrer bekam zunächst Ordnungswidrigkeitsanzeigen, weil zusätzlich Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz festgestellt wurden.
In Kürze
- Zeit: 03.11.2026 und 05.11.2026
- Ort: Lichtenau, Bundesautobahn 4, und Döbeln, Bundesautobahn 14 (Landkreis Mittelsachsen)
Randbemerkung
Die Kontrollen zeigen, dass bei Tiertransporten nicht nur Papiere und Fahrzeugtechnik zählen, sondern auch der Zustand der Tiere selbst. Dass Polizei und Veterinäramt gemeinsam prüfen, ist dafür sinnvoll. Offen bleibt, was die laufenden Prüfungen bei den Rindern und den möglichen Tierschutzverstößen ergeben.

