Annaberg-Buchholz – Wer seinen Impfausweis kontrollieren lassen oder Impflücken schließen will, kann am 10. und 12. November 2026 ins Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises kommen. Das Amt bietet an beiden Tagen Beratung und Impfungen in Aue-Bad Schlema und in Annaberg-Buchholz an, teilte das Landratsamt Erzgebirgskreis mit. Anlass ist die erstmals bundesweit stattfindende Impf-Aktionswoche vom 9. bis 15. November 2026. Die Initiative will auf die Bedeutung von Impfungen aufmerksam machen, über Schutzmöglichkeiten informieren und dazu anregen, den eigenen Impfstatus zu prüfen.
Der Impfausweis lässt sich jeweils von 8 bis 18 Uhr ohne Termin kontrollieren. Wer zehn Jahre oder älter ist, kann Lücken bei sämtlichen Standardimpfungen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, gleich vor Ort schließen. Welche Impfung infrage kommt, hängt vom Alter, vom bisherigen Impfstatus und von der individuellen Empfehlung ab. Zum Angebot zählen die Grippeschutzimpfung sowie Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps und Röteln.
Zum Programm gehört auch die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Empfohlen ist sie für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren, wobei sich versäumte Impfungen bis zum 18. Geburtstag nachholen lassen. Bei jüngeren Kindern wird der Impfausweis ebenfalls geprüft. Falls nötig, wird im zuständigen Referat ein Impftermin vereinbart, mitunter kann sofort geimpft werden.
Das Gesundheitsamt verweist darauf, dass Impfungen zu den wichtigsten Maßnahmen zählen, mit denen man sich und andere vor Infektionskrankheiten und deren Folgen bewahren kann. Ein vollständiger Impfschutz nutze auch Menschen, bei denen eine eigene Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Weitere Informationen zur Aktionswoche stehen auf gesund.bund.de unter dem Pfad impfaktionswoche.
In Kürze
- Termine: 10. und 12. November 2026, jeweils von 8 bis 18 Uhr
- Standort Aue-Bad Schlema: Wettiner Straße 61 (Dienstgebäude)
- Standort Annaberg-Buchholz: Klosterstraße 7 (Dienstgebäude)
- Anmeldung: keine vorherige Terminvereinbarung nötig
- Mitbringen: Impfausweis und Krankenversicherungskarte
- Impfungen vor Ort: für Personen ab zehn Jahren
Zusammenhang
Die Impf-Aktionswoche ist laut gesund.bund.de eine Initiative des Bundesgesundheitsministeriums. Sie richtet sich an Menschen aller Altersgruppen, besonders an jene, die nicht sicher sind, ob ihr Impfschutz vollständig ist. Nach Angaben des Portals soll sie künftig jährlich stattfinden.
Zur HPV-Impfung schreibt das Robert Koch-Institut, die STIKO empfehle sie für alle Kinder ab dem Alter von 9 Jahren bis zum Alter von 14 Jahren. Das Nachholen empfiehlt die STIKO für ungeimpfte Jugendliche bis zu ihrem 18. Geburtstag. Das RKI rät, dies zeitnah zu tun, auch wenn der Schutz bei älteren Jugendlichen geringer ausfallen kann.
Zu den Kosten erklärt das RKI, generell übernehme die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für alle von der STIKO empfohlenen Impfungen, die private Krankenversicherung erstatte sie. Einige Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für Personen ab 18 Jahren. Ob das gilt, sollte man vorab mit der Krankenkasse klären.
Randbemerkung
Der Termin ohne Anmeldung und mit langen Öffnungszeiten senkt die Hürde, den Impfausweis endlich einmal prüfen zu lassen. Wer ihn nicht mehr findet, sollte vorher klären, wie sich der Impfstatus nachvollziehen lässt, die Mitteilung sagt dazu nichts. Eltern jüngerer Kinder müssen für eine Impfung womöglich einen zweiten Termin einplanen.

