Stollberg: Finanzamt zieht für Sanierung bis 2029 in Ausweichquartier

Politik & VerwaltungStollberg: Finanzamt zieht für Sanierung bis 2029 in Ausweichquartier

Dresden – Das Bestandsgebäude des Finanzamtes Stollberg wird am bisherigen Standort saniert. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) teilte mit, dass seine Niederlassung Chemnitz die Arbeiten leitet. Die Sanierung startet Ende des Jahres.

Damit die Baufirmen freie Hand haben, zieht das Finanzamt vorübergehend um. Als Ausweichquartier dienen angemietete Räume in der Albrecht-Dürer-Straße 23 in Stollberg mit rund 2.000 Quadratmetern. Nach Angaben des SIB kann die Behörde dadurch über die ganze Bauzeit hinweg ohne Einschränkungen arbeiten.

Der Umzug in das Ausweichobjekt ist ab Ende Oktober vorgesehen, die Nutzung soll Anfang November beginnen. Sobald das Bestandsobjekt komplett geräumt ist, sollen voraussichtlich im Dezember 2026 die Abbrucharbeiten starten.

Zum Vorhaben gehört auch der Abbruch des ehemaligen Wohnhauses. An dessen Stelle entsteht ein funktionaler Ersatzneubau. Ende 2029 sollen Sanierung und Neubau fertig sein. Genehmigt sind derzeit Gesamtbaukosten von rund zwölf Millionen Euro. Die Mittel stammen aus Steuergeld, das der sächsische Landtag mit dem Haushalt beschlossen hat.

In Kürze

  • Interimsstandort: Albrecht-Dürer-Straße 23, Stollberg, rund 2.000 Quadratmeter
  • Umzug: ab Ende Oktober geplant, Nutzungsaufnahme Anfang November
  • Abbrucharbeiten: voraussichtlich ab Dezember 2026
  • Abschluss von Sanierung und Ersatzneubau: Ende 2029
  • Genehmigte Gesamtbaukosten: rund zwölf Millionen Euro

Randbemerkung

Für Steuerzahler zählt vor allem, dass das Amt während der Bauzeit voll arbeitsfähig bleiben soll. Offen bleibt, ob sich Öffnungszeiten oder Telefonnummern durch den Umzug ändern; dazu sagt die Mitteilung nichts. Wer persönlich vorbeikommen will, sollte sich vorher über den neuen Standort informieren. Die Bauzeit im Provisorium ist lang.

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