Plauen – Wer ein Haustier aufnimmt, sollte sich vorher gut überlegen, ob es zum eigenen Alltag passt. Mit diesem Thema befasst sich die neue Folge des Podcasts „Freitag ab 1“. Das Landratsamt Vogtlandkreis teilte mit, dass Moderatorin Madlen Schulz darin mit Dr. Anne Schilder spricht. Sie ist Amtstierärztin und leitet das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Vogtlandkreises.
Das Gespräch dreht sich um mehrere Fragen: Worauf sollten Interessierte achten, bevor ein Tier einzieht? Welches Tier passt zu den eigenen Lebensumständen? Außerdem stellt sich die Frage, weshalb ein vermeintlich billiges Online-Angebot für die Tiere mit großem Leid verbunden sein kann. Ob Hund, Katze oder Kaninchen: Für viele Menschen sind Haustiere Familienmitglieder, die Freude, Gesellschaft und manchmal Trost schenken. Wer sich für eines entscheidet, übernimmt laut Mitteilung oft über viele Jahre Verantwortung.
Einen eigenen Schwerpunkt bilden die Tierheime und Auffangstationen der Region. Dort kümmern sich Mitarbeitende und zahlreiche Ehrenamtliche um Tiere, die obdachlos wurden, abgegeben wurden oder unter schlechten Haltungsbedingungen lebten. Besprochen werden die Herausforderungen dieser Arbeit und die Frage, warum ein Besuch im Tierheim für die Suche nach einem neuen Familienmitglied lohnend ist.
Zudem behandelt das Gespräch den illegalen Welpenhandel und seine Gefahren, außerdem Erkennungsmerkmale unseriöser Angebote und die vielfältigen Aufgaben des Veterinäramtes.
In Kürze
- Sendung: neue Folge des Podcasts „Freitag ab 1“
- Gast: Dr. Anne Schilder, die als Amtstierärztin das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Vogtlandkreises leitet
- Zu hören ist die Folge gegen Ende der Woche ab ca. 13:00 Uhr auf allen Plattformen, die Podcasts anbieten
Zusammenhang
Zum Welpenhandel hat das Veterinäramt des Vogtlandkreises schon früher Hinweise veröffentlicht. Statt des erhofften Schnäppchens warten auf Käufer eines im Ausland gekauften Hundes demnach häufig unangenehme Überraschungen. Nicht selten erkranken die Tiere zeitnah an hoch ansteckenden Infektionen wie Parvovirose, Staupe oder Leptospirose.
Solche Krankheiten verursachen laut Veterinäramt hohe Kosten durch Intensivbehandlung über mehrere Tage bis Wochen. Bei Welpen verlaufen sie dennoch oft tödlich. Käufer sollten sich deshalb einen gültigen Impfausweis zeigen lassen, der die Pflichtimpfungen gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Leptospirose und Tollwut nachweist.
Tiere, die über Grenzen mitgeführt werden, brauchen nach Angaben des Veterinäramtes seit dem 01.10.2004 einen EU-Heimtierausweis. Außerdem ist es verpflichtend, das Tier mit einem ISO-genormten Mikrochip zu kennzeichnen. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss damit rechnen, dass die betroffenen Tiere ins Land ihrer Herkunft zurückgebracht oder unter Quarantäne gestellt werden, wobei der Halter die Kosten trägt; im äußersten Fall droht den Tieren sogar die Tötung.
Randbemerkung
Die Folge verspricht praktische Orientierung für alle, die mit einem Tier liebäugeln. Besonders nützlich dürfte der Teil über unseriöse Angebote sein, denn dort lauern die größten Fallen. Die Mitteilung verrät allerdings nicht, an wen man verdächtige Inserate melden kann. Vielleicht beantwortet das die Amtstierärztin im Gespräch.

