Chemnitz – Unbekannte sind in Marbach, einem Ortsteil von Striegistal im Landkreis Mittelsachsen, in eine Windkraftanlage eingedrungen und haben dort Kupferkabel gestohlen. Die Tat geschah nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz in der Nacht zu Samstag, dem 24.10.2026, gegen 04:30 Uhr. Die Anlage steht draußen auf einem Feld, die Freiberger Straße (S34) verläuft dort.
Die Täter hebelten die Zugangstür auf. Im Inneren schnitten sie Kupferkabel in einer Länge von mehreren zehn Metern ab und nahmen sie mit. Das Kabel hatte einen Wert von mehreren hundert Euro. Der Sachschaden liegt laut Polizei im niedrigen vierstelligen Bereich und damit deutlich über dem Wert der Beute. Die Polizei teilte mit, dass die Täter bislang unbekannt sind.
In Kürze
- Zeit: 24.10.2026, 04:30 Uhr
- Ort: Striegistal, OT Marbach (Landkreis Mittelsachsen), Feld an der Freiberger Straße (S34)
- Beute: Kupferkabel, mehrere zehn Meter lang, Wert laut Polizei mehrere hundert Euro
- Sachschaden: niedriger vierstelliger Betrag
Zusammenhang
Eine Windkraftanlage besteht laut Wikipedia im Wesentlichen aus einem Rotor mit Nabe und Rotorblättern sowie einer Maschinengondel, die den Generator aufnimmt. Die Gondel ist drehbar auf einem Turm gelagert. Dazu kommen Überwachungs-, Regel- und Steuerungssysteme sowie die Netzanschlusstechnik in der Maschinengondel und im Fuß oder außerhalb des Turmes.
Wer eine Windenergieanlage errichten will, die höher als 50 Meter ist, braucht nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eine Genehmigung, wie das sächsische Umweltportal erläutert. Zuständig sind in der Regel die unteren Immissionsschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte, in besonderen Fällen die Landesdirektion Sachsen.
Im Berichtszeitraum vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 wurden in Sachsen in 26 Verfahren 80 Windenergieanlagen genehmigt. Das geht aus der Genehmigungsstatistik des Freistaates hervor.
Randbemerkung
Der Schaden an der Anlage wiegt schwerer als die Beute. Das zeigt, wie ungleich Aufwand und Ertrag bei solchen Taten sind. Offen bleibt, ob die Anlage nun still steht und wie die Täter in den Turm gelangten, ohne bemerkt zu werden. Wer nachts verdächtige Beobachtungen an Anlagen auf freiem Feld macht, sollte die Polizei verständigen.

