Dresden – Gründerinnen und Gründer aus Sachsen können sich ab sofort um den Sächsischen Gründerpreis 2027 bewerben. Die Bewerbungsphase startete am Donnerstag auf dem Sächsischen Gründerforum „Start. Finance. Scale.“ in Chemnitz, wie futureSAX mitteilte. Der Wettbewerb steht Teams und Unternehmen aus allen Branchen offen. Er soll helfen, Innovationen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.
Der Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für innovative Gründungen im Freistaat. Bei seiner 27. Auflage wird er erstmals als Teil des Sächsischen Staatspreises für Wirtschaft verliehen. Ebenfalls Teil davon ist der Sächsische Staatspreis für Transfer; hier startet die Bewerbung am 12.11.2026. futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates, organisiert den Wettbewerb im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur Preisgelder, sondern auch öffentliche Aufmerksamkeit sowie Zutritt zu einem Netzwerk, das mehr als 12.000 Kontakte aus Gründung, Unternehmen, Wissenschaft, Kapital und Politik umfasst.
Der Gründerpreis wird in drei Kategorien vergeben. „Newcomer des Jahres“ richtet sich an Unternehmen und Teams, die 2026 gründen oder bis Ende 2027 eine Gründung planen. „Start-up des Jahres“ ist für Firmen gedacht, die zwischen 2017 und 2025 gegründet wurden. „Scale-up des Jahres“ geht an Start-ups mit diesen Gründungsjahren und besonders starkem Wachstum. Dafür braucht es im Jahr 2024 mindestens 10 Beschäftigte und über drei aufeinanderfolgende Jahre im Schnitt jährlich mehr als 10% Zuwachs, gemessen an Beschäftigten oder Umsatz. Der Sonderpreis NextGen richtet sich an Teams, deren Gründungsmitglieder bei der Bewerbung nicht älter als 21 Jahre sind.
Teilnehmen dürfen Einzelpersonen, Gründungsteams und junge Firmen, die in Sachsen sitzen oder dort künftig ihren Sitz haben werden. Die eingereichten Bewerbungen beurteilt eine unabhängige Jury anhand einer Punkteskala. Die drei punktbesten je Kategorie werden nominiert und präsentieren ihre Konzepte in einer zweiten Wertungsrunde vor einem Fachgremium unter Vorsitz des Wirtschaftsministeriums, das die Preistragenden festlegt. Die Prämierung findet am 5. Juni 2027 in Leipzig statt, und zwar im Rahmen der Sächsischen Innovationskonferenz.
Wirtschaftsminister Dirk Panter ermutigte alle Gründerinnen und Gründer, ihre Ideen und Geschäftsmodelle einzureichen: „Zeigen Sie uns, was in Sachsen steckt!“ Der Wettbewerb schaffe Aufmerksamkeit, eröffne Kontakte und unterstütze junge Unternehmen von der ersten Idee bis zum Wachstum. Susanne Stump, Geschäftsführerin von futureSAX, sagte, sie freue sich auf die Vielfalt der Einreichungen.
2026 wählte die Jury unter 116 Einreichungen die Preistragenden aus. Newcomer des Jahres wurde die Oxaphil GmbH aus Dresden, die Polyoxazoline als Lösungsvermittler für Pharma und Kosmetik entwickelt. Start-up des Jahres wurde die Meliodays GmbH aus Leipzig mit einer lokal wirkenden, nicht hormonellen Therapie gegen starke Menstruationsschmerzen. Die DEMECAN GmbH aus Ebersbach, die in Sachsen medizinisches Cannabis in pharmazeutischer Qualität herstellt, wurde zum Scale-up des Jahres gekürt. Den Sonderpreis NextGen erhielt die Elbklar GmbH, die Fenster, Fassaden und Solaranlagen mit Drohnentechnik reinigt.
In Kürze
- Wer sich bewerben möchte, tut dies online unter www.futureSAX.de/gruenderpreis.
- Bewerbungsportal offen bis zum 17. Februar 2027
- Prämierung am 5. Juni 2027 auf der Sächsischen Innovationskonferenz in Leipzig
- Staatspreis für Transfer: Bewerbungsphase startet am 12.11.2026
Randbemerkung
Die Kategorien sind klar nach Gründungsjahr getrennt. Wer bewerben will, sollte deshalb zuerst prüfen, in welche Gruppe das eigene Unternehmen fällt, vor allem beim Scale-up mit seinen Wachstumsvorgaben. Ob und wie hoch die Preisgelder sind, nennt die Mitteilung nicht. Das ist für eine Entscheidung zur Teilnahme eine offene Frage.

