Dresden – Zwölf Grundschulen in Sachsen bekommen in diesem Jahr ein umfangreiches Spielezimmer. Sie hatten sich bei der Initiative „Spielen macht Schule“ beworben und die Jury mit einem originellen, durchdachten Konzept überzeugt. Die Initiative will das klassische Spielen an Schulen fördern, teilte das Sächsische Staatsministerium für Kultus mit.
Unter den Gewinnern sind Schulen aus Annaberg-Buchholz, Bischofswerda, Chemnitz, Dresden, Freital, Leipzig, Leisnig, Markkleeberg, Neukirch/Lausitz und Wilkau-Haßlau. Dazu zählen auch Förderschulen, etwa das Förderzentrum Annaberg und die Lindenhofschule in Leipzig. In Leisnig ist die Sigismund-Reschke-Grundschule dabei, in Wilkau-Haßlau die Comenius-Grundschule.
Fünf weitere Schulen und Horteinrichtungen nahmen erfolgreich am Zusatzangebot „Werkstatt Modelleisenbahn“ teil. Sie erhalten Zubehör für eine Modelleisenbahnanlage. Das sind der Hort der Kita Kinderinsel Großdubrau, der Hort „Gans schön fit“ in Nerchau, der Hort Siegmar in Chemnitz, die Grundschule Oelsa in Rabenau und die Schule „Am Leutnitzbach“ in Dresden.
Sächsische Grundschulen konnten sich zum 17. Mal bei der bundesweiten Initiative bewerben. Bis Juni reichten sie ein individuelles Konzept mit ihren Ideen zur Umsetzung eines Spielezimmers ein, um eine kostenlose Spielzeug-Ausstattung zu erhalten. Die Gewinner ermittelten das Kultusministerium, das ZNL und der Verein Mehr Zeit für Kinder gemeinsam.
Kultusminister Conrad Clemens gratulierte: „Wo gespielt wird, wird mit Freude gelernt.“ Die Gewinnerschulen machten vor, wie spielerisches Lernen im Schulalltag gelingen kann.
Als Hintergrund nennt die Mitteilung Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Demnach bringt aktives, haptisches und visuelles Erleben mit klassischem Spielzeug mehr als passives Vermitteln. Schon Grundschulkinder seien dem wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien ausgesetzt, Bewegung und Kreativität blieben dabei auf der Strecke. Manfred Spitzer, Gründer des ZNL, sagte: „Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel.“
In Kürze
- Interessierte Grundschulen können sich beim Verein Mehr Zeit für Kinder vormerken lassen und bekommen dann im Frühjahr 2027 die neuen Unterlagen für den Wettbewerb.
- Mail: [email protected]
- Telefon: 069 – 15 68 96 0
- Weitere Informationen: https://www.spielen-macht-schule.de/
Zusammenhang
Die Initiative „Spielen macht Schule“ ist laut Wikipedia ein Wettbewerb für Grundschulen. 2007 wurde die Idee dazu vom Verein Mehr Zeit für Kinder gemeinsam mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ausgearbeitet.
Der Wettbewerb findet laut Wikipedia jährlich statt. Die Schulen legen dar, auf welche Weise das klassische Spielen im Schulalltag verankert wird und für die Kinder erreichbar ist. Über die Einreichungen urteilt eine Fachjury; wer gewinnt, bekommt für ein Spielzimmer verschiedene Spiele zur Auswahl als Preis.
Die Kultusministerien der beteiligten Bundesländer unterstützen die Initiative, heißt es dort. Die Spiele stiften laut Wikipedia Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie.

