Plauen – Das Vogtlandmuseum in Plauen hat kurz vor Halloween Besucher in die Nobelstraße gelockt. Zur Abendveranstaltung „Spuk in der Nobelstraße“ am 30. Oktober kamen fast 200 Besucher, wie die Stadt Plauen mitteilte. Sie sahen das Haus in einem ganz anderen Licht als bei einem normalen Besuch.
Der Einlass war Teil des Spiels: Wer hinein wollte, musste laut an die schwere Holztür klopfen. Im Museumshof empfing die Gäste herbstlicher Grusel-Schmuck, dazu brannte eine Feuerschale. Im Museumskeller gab es eine Lesereise, bei der die Besucher dem Kellergeist lauschen konnten. In der Hexenküche des Fördervereins wurde der erste Glühwein der Saison ausgeschenkt.
Höhepunkt des Abends war ein Gang durch die abgedunkelten Ausstellungsräume. Mit Taschenlampen ausgerüstet erkundeten die Gäste das Museum, in dem an diesem Abend skurrile Gestalten unterwegs waren und für manchen Schreck sorgten. Die Lichtkegel lenkten den Blick auf einzelne Details der Bilder und Exponate und ließen die Besucher Neues entdecken. Der Weg führte auch am historischen Klassenzimmer vorbei. Dort zog Museumspädagoge Uwe Fischer Kinder und Erwachsene auf gruselige und unterhaltsame Weise in seinen Bann.
Für die Kinder gab es außerdem Kinderschminken, Glitzertattoos und ein kleines Entdeckerrätsel. Im nächsten Jahr soll es wieder einen Spuk in der Nobelstraße geben. Die Besucher haben dafür bereits Wünsche und Ideen geäußert.
In Kürze
- Veranstaltung: „Spuk in der Nobelstraße“ am 30. Oktober im Vogtlandmuseum
- Informationen zum Museum: www.vogtlandmuseum-plauen.de
Zusammenhang
Das Vogtlandmuseum ist laut Stadt Plauen das zentrale Regionalmuseum des sächsischen Vogtlandes. Es ist eine Einrichtung des Kulturbetriebes der Stadt Plauen und hat seine Besucheranschrift in der Nobelstraße 7 – 13. Untergebracht ist das Museum in drei früheren Patrizierhäusern, die zwischen 1787 und 1789 entstanden.
Gegründet wurde das Museum 1923. Nach Angaben der Stadt verfügt es über umfangreiche Sammlungen zur Geschichte und Kultur Plauens und des Vogtlandes. Zur Dauerausstellung gehören der Raum der Vögte, eine Themen-Ecke zur vogtländischen Mundart und eine Ausstellung zur Vogtländischen Malerei. Dazu kommen wechselnde Sonderausstellungen, besonders beliebt ist laut Stadt die jährliche Weihnachtsausstellung.
Nach Angaben der Wikipedia hat das Museum zwei Außenstellen: das Hermann-Vogel-Haus in Krebes und eine Ausstellung auf dem jüdischen Friedhof.
Randbemerkung
Ein Abend mit Taschenlampen im dunklen Haus verbindet Unterhaltung mit einem neuen Blick auf die Ausstellung. Das dürfte auch Familien ansprechen, die das Museum sonst nicht besuchen. Schön, dass die Wünsche der Gäste für die nächste Auflage schon gesammelt werden. Welche davon umgesetzt werden, nennt die Mitteilung nicht.

